Historie

 

Chronik des Künstler-Forums

 

Der Anfang

 

 

Die Anfänge unserer Vereinigung geht auf das Jahr 1995 zurück. Die Idee zu einer Gesprächsrunde von und mit Künstlern wurden im Kulturausschuss durch Renate Schell und Helmut Klug geboren. Ein Jahr später kamen erste konkrete Gedanken für die Belebung der Kunstszene in den Partnerschaftsvereinen der Städte Rosny sous Bois und Übach-Palenberg auf. Im Protokoll einer gemeinsamen Arbeitssitzung vom 13./14. April 1996 heißt es: „Frau Wiemert würde gerne Kontakte mit Malern und Künstlern von Übach-Palenberg aufnehmen, um eine Ausstellung in Übach-Palenberg zu organisieren. Diese Maler könnten Ende November zu einer bedeutenden Ausstellung von Bildern in ihren Bezirk nach Frankreich kommen“.

Helmut Klug, Vorsitzender des Kulturausschusses im Rat der Stadt und Mitglied des Vereins, ergriff die Initiative, rief in einem Presseartikel am 11. und 12. Juni 1996 in verschiedenen Zeitungen interessierte Hobby- und Profi-Maler aus Übach-Palenberg und der näheren Umgebung zur Mitarbeit auf. Die Resonanz war hervorragend.[i]

 


Der erste Aufruf erbrachte 14 Meldungen von Künstlern, die an der Einrichtung eines „Künstlertreffs“ interessiert waren. Zum Kennenlernen und Austausch von Erfahrungen, sich miteinander auszutauschen, aber auch, um gemeinsam eine Lücke im kulturellen Bereich der Stadt zu schließen, gab es am 19. September 1996 im „Grenzlandhof“ in Scherpenseel den ersten „Künstlertreff“ mit 9 aktiven Künstler/innen.

Am 7. November 1996 wurde im Bistro des CMC an der Carlstraße der Dialog fortgesetzt. Das Interesse war mit 15 Anwesenden noch stärker. Zu Gast auch Stadtdirektor Paul Schmitz-Kröll, der die Gründung eines ständigen „Künstler-Treffs“ begrüßte. Zugleich wollte er sich mit dafür einsetzen, in der Stadt Übach-Palenberg ein Haus für die Künste zu finden. Erste Schritte zur Vereinsgründung wurden getan. Helmut Klug bezeichnete diese Vereinigung als wichtig und notwendig, um das kulturelle Spektrum zu erweitern. Sie sollte für jeden interessierten Künstler zugänglich sein, weil es bislang für ihn vor Ort kein Podium gibt. In einem nahezu 20 Punkte umfassenden Katalog stellte er die Zielsetzung des „Künstler-Treffs“ vor. Um die Vorstellungen umsetzen zu können, forderte er eine straffe Organisation, die die Arbeit leiste und Ansprechpartner sei.

Das 3. Treffen der Künstler erfolgte am 22. Januar 1997 im Schloß Zweibrüggen Besichtigung der Räumlichkeiten und einem geschichtlichen Rückblick durch Stadtdirektor Paul Schmitz-Kröll und einer Lagebesprechung im „Haus Houben“ in Zweibrüggen. Gleichzeitig wurde über Ausstellungsmöglichkeiten in der Stadt, über die Namensgebung und Kostenbeteiligung der Künstler diskutiert und für Anfang Juni eine erste Gemeinschaftsausstellung der bildenden Künstler terminiert.

Nach weiteren Treffen mit vorrangig organisatorischem Inhalt, folgte am 7. Juni 1997 im Schloß Zweibrüggen die Premiere der Gemeinschaftausstellung. Sie war ein riesiger und außergewöhnlicher Erfolg. Mit ihr wurde die Kunst in der Stadt aus dem „Dornröschenschlaf“ geweckt.

Unter der Schirmherrschaft jetzt von Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll und unter dem Namen „Künstler-Forum für bildende Kunst – Schloß Zweibrüggen – Übach-Palenberg“ begrüßte Helmut Klug als Leiter der Vereinigung die vielen Gäste. Im Mittelpunkt standen 8 Künstlerinnen und Künstler aus der Region, die ihre Arbeiten der Öffentlichkeit präsentierten, namentlich waren es Conny Rosskamp, Geilenkirchen, das Duo „DNT-Art“ Ute Steffens und Josef Lemmens, Vaals/NL, Kai Heckmann, Übach-Palenberg; Ruth Müller, Übach-Palenberg; Marita Frösch,Übach-Palenberg; Sigrid Krampe, Heinsberg; und Helga Haverkamp, Übach-Palenberg. Theo Ortenstein, Leiter der Städtischen Musikschule, stellte die Künstler vor und für den musikalischen Rahmen sorgte am Flügel Christina Storms. Der Zuspruch aus der Bevölkerung anläßlich der Vernissage war so groß, daß die Besucher vor der Eingangstür ausharren mußten. Persönlichkeiten aus der näheren und weiteren Umgebung sowie viele kunstinteressierte Bürger wollten sehen, was die vorgenannten Künstler zu bieten hatten; war doch die Region um Übach-Palenberg bisher ein weißer Fleck in der Kunstszene. Aufgrund des starken Zuspruchs wurde die ursprünglich für zwei Wochenenden terminierte Ausstellung um zwei Wochen bis zum 29. Juni 1997 verlängert. Das war ein Einstieg nach Maß in die Kunstszene der Region!

Die nächste Veranstaltung des Künstler-Forums war eine Historische Fotoausstellung mit Bildersammlung von Herrn Leo Pauli aus Frelenberg unter dem Motto „100 Jahre Ortsgeschichte Frelenberg-Zweibrüggen – Das Dorf – Seine Menschen – Seine Arbeitsstätten – Kirchen – Vereine – Persönlichkeiten“. Schirmherr dieser Ausstellung vom 15. bis 31. August 1997 im Schloß Zweibrüggen war Hans-Walter Schönleber aus Frelenberg.

Um für die Fotoausstellung an sich zu werben, aber auch, um um Unterstützung ideell und materiell zu bitten, lud der Leiter des „Künstler-Forums“, Helmut Klug, alle Ortsvereine zu einer Gesprächsrunde in die Gaststätte „Alt Frelenberg“ ein. Die Präsentation übertraf mit fast 2000 Besuchern die kühnsten Erwartungen. Viele Frelenberger und Zweibrüggener wurden bei dieser Gelegenheit an längst vergangene Zeiten erinnert. Die Vernissage wurde von der Musikgruppe Wilfried Hirche untermalt.

50 Jahre Kunst“. Unter dieses Motto stellte die bekannte Übach-Palenbergerin Margarete Glas ihre Ausstellung als Malerin, die vom „Künstler-Forum“ initiiert und vom 5. bis 26. Oktober 1997 im Schloß Zweibrüggen zu sehen war. Die Schirmherrschaft hatte erneut Bürgermeister Paul Schmitz Kröll übernommen.

Vom 08. bis 30. November 1997 organisierte das „Künstler-Forum“ unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll eine Gemeinschaftsstellung mit Gemälden der Übach-Palenberger Künstlerinnen Renate Schell und Monika Eßer unter dem Thema „Bilder bergen und verbergen Geheimnisse“

 

 

Vereinsgründung

 

Im November 1997 wurde es beim „Künstler-Forum- für bildende Kunst – Schloss Zweibrüggen“ ernst. Als lose Vereinigung von aktiven Künstlerinnen und Künstlern unter Federführung von Helmut Klug wurden Ausstellungen organisiert und durchgeführt. Niemand trug das wachsende Risiko. Endlich war es soweit, es wurden „Nägel mit Köpfen“ gemacht, ein Verein mit einem Vorstand gegründet.

Die Gründungsversammlung fand nach Bekanntmachung in der Presse am. 20. November 1997 im Barocksaal von Schloß Zweibrüggen statt. 22 Personen folgten der Einladung und trugen sich als Mitglieder ein. Der gemeinnützige Verein „Künstler – Forum -für bildende Kunst- „Schloß Zweibrüggen“ Übach-Palenberg e. V.“ wurde aus der Taufe gehoben, mit ihm eine Lücke im kulturellen Angebot der Stadt geschlossen. Zu den Zielsetzungen des neuen Vereins gehören

  • Organisation und Durchführung von Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen
  • Erfahrungsaustausch von und mit Künstlern
  • Anlaufstelle für alle Kunstfreunde und –interessierte
  • Ansprechpartner für Vereine, Schulen usw.
  • Jugendarbeit und Talentförderung
    • Workshops im Alten Rathaus Übach u. SZ Palenberg
    • Kunstgeschichtsseminare mit namhaften Referenten
    • Künstlergespräche mit aktiven Künstlern
    • Museumsbesuche mit fachkundiger Begleitung

                       

Nach eingehender Diskussion und Beschlussfassung über die im Vorfeld erarbeitete und dem Finanzamt zur Genehmigung vorgelegte Satzung, wählte die Versammlung unter Leitung von Bürgermeister Paul Schmitz-Kröll den ersten Vorstand, der sich wie folgt zusammensetzte:

                        1. Vorsitzende                                   Conny Roßkamp

2. Vorsitzender                                   Kai Heckmann

                        Geschäftsführerin                              Sigrid Krampe

                        Schatzmeisterin                                 Ingrid Lehmann

                        Schriftführerin                                    Ruth Müller

                        Kassenprüfer                                     Bernadette Lohmann

                                                                                  Brigitte Breiksch-Elkenhans

                                                                                  Herbert Simons

Im Anschluß an die Vereinsgründung wurde mit der Stadt Übach-Palenberg vereinbart, daß s Schloß Zweibrüggen dem „Künstler-Forum“ jährlich für drei Ausstellungen Jahr kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Zusätzlich konnte dem Verein im Dachgeschoß des Schlosses für die monatlichen Treffs ein Raum freigehalten werden. Der Verein hatte somit ein „Zuhause“.